Villa d'Este



Die Ville d'Este steht für italienische Gartenbaukunst und ist aufgrund dieser einmaligen gestalterischen Leistung in die Liste der UNESCO Weltkulturerben aufgenommen worden. Vor allem das Zusammenspiel aus Pflanzen, Gewässern und Bauten ist in dieser Form einmalig und sollte für jeden Italienreisenden einen Besuch wert sein. Sollten Sie einen Abstecher nach Tivoli planen, ist ein Besuch in er Villa d'Este Pflicht. Sehenswert ist das Zusammenspiel der Gärten mit den zahlreichen alten Villen in Tivoli, welche teilweise zwar einen verfallenen Zustand aufweisen, sich aber aufgrund der Bausubstanz perfekt in das Gartenbild integrieren. Teilweise sieht man sich gar in die Zeit der Römer versetzt, welche es zu ihrer Zeit es ebenfalls verstanden, Wasser und Baukunst miteinander zu verbinden. Hierfür stehen beispielsweise die Aquädukte, welche noch heute von der großen Bauherrenkunst der Römer zeugen.

Geschichte der Villa d'Este & Villa Adriana



Der Bau der Gärten und Villenanlagen geht auf den Kardinal Ippolito zurück, welcher im 16. Jahrhundert großflächige Umbaumaßnahmen am Tal von Tivoli vornehmen ließ. Neben den Arbeiten außerhalb der Gebäude wurde auch viel Wert auf die Innengestaltung der Villen wert gelegt. Dies wird heute noch an den prunkvollen Deckenfresken deutlich. Künstler, die an den Arbeiten an der Villa d'Este beteiligt waren, waren Pirro Ligorio, Alberto Galvani, Federico Zuccari, Durante Alberti, Girolamo Muziano Cesare und Antonio Tempesta Nebbia. Die Arbeiten an dem Gelände und den Gebäuden wurden auch noch im 17. Jahrhundert fortgeführt. Erst gegen Ende der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts waren die Arbeiten abgeschlossen und lassen sich zu großen Teilen auch heute noch in dieser Form nachvollziehen.

Augenmerk auf die Brunnen der Villa d'Este



Wie bereits erwähnt, sind die Wasserspiele auf dem Gelände der Villa d'Este ein absoluter Hingucker. Dies gilt vor allem für die zahlreichen Brunnen auf der Anlage wie den hunderten von Brunnen im Hanggarten, den Ovato Brunnen, den Fontana di Roma und der imposante Neptunbrunnen. Sofern es zeitlich möglich ist, empfiehlt es sich als Reisezeit den Frühling oder den Herbst zu wählen, da in dieser Zeit die Gärten und Villen nicht so touristisch überlaufen sind.