Rialtobrücke



Die Lagungenstadt Venedig wird auch die Stadt der Brücken genannt. Den Namen verdankt Venedig nicht wegen der Vielzahl der Brücken, da beispielsweise Berlin und Hamburg über weitaus mehr Brücken verfügen, sondern wegen der besonderen Bauweise der Brücken. Venedigs Brücken, die über die vielen Kanäle führen, sind oftmals regelrechte Prachtbauwerke. Zu einer der ältesten und wohl auch bekanntesten Exemplare zählt die Rialtobrücke, die inmitten von Venedig den Canale Grande überquert. Die Rialtobrücke bot den Bewohnern von Venedig bis Mitte des 19. Jahrhunderts die einzige Möglichkeit, an die andere Uferseite zu gelangen.

Vorläufer der Rialtobrücke gehen aus das 13. Jahrhundert zurück



Die älteste Brücke von Venedig bietet von den außen angelegten Fußwegen einen herrlichen Ausblick auf den Canale Grande mit seinen Booten und Gondeln sowie den imposanten Prachtbauten und Palästen. Die Stadtteile San Marco und San Polo werden durch die Rialtobrücke verbunden. Die Entstehung der Rialtobrücke geht auf das Jahr 1246 zurück. Als Baumaterial wurde damals Holz verwendet. Durch Hochwasser und verschiedene Brände wurde diese Holzbrücke und auch weitere nachfolgenden Brücken zerstört. Im Jahre 1588 entschlossen sich die Stadtherren von Venedig für einen steinernen Wiederaufbau der Rialtobrücke nach den Entwürfen von Antonio da Ponte und Alvise Boldu. Der für die Brücke verwendete Stein stammt aus der Gegend von Istrien. Die Brücke mit einem Bogen und zwei Ladenreihen wurde im Jahr 1591 erstmalig für das Publikum freigegeben. Der Name der Brücke setzt sich aus den Worten Rivo Alto zusammen, was in der italienischen Sprache hohes Ufer bedeutet. Die Brücke hat eine Länge von 48 Metern. Die Breite beträgt 22 Meter. Aufgrund ihrer Durchfahrtshöhe von 7,50 Metern bereitet sogar großen Schiffen die Durchfahrt keine Probleme.