Kartause von Padula



In der süditalienischen Provinz Salerno in der Region Kampanien befindet sich in dem Dorf Padula die Kartause von Padula. Das Dorf Padula zählt ca. 5500 Bewohner und liegt im Cilento Natioanlpark. Die Kartause von Padula zählt zweifelsohne zu einer der nennenswertesten Sehenswürdigkeiten dieses kleinen und beschaulichen Dorfes. Bei der Kartause von Padula handelt es sich um eine beachtliche Klosteranlage aus dem Mittelalter. In der italienischen Sprache wird die Kartause von Padula Certosa di San Lorenzo genannt.

Gründung der Kartause von Padula im 14. Jahrhundert



Die Gründung des Kartäuserklosters auf das 14. Jahrhundert zurück. Von seiner Ausstattung, Größe und Bauweise ist die imposante Klosteranlage nicht mit einem herkömmlichen Kloster zu vergleichen. Die Kartause von Padula ist eher einem Fürstensitz gleichzusetzten. Die Kartause verfügt über 320 Räume und Säle, die auf rund 51.000 m2 verteilt sind. Über die Jahrhunderte hinweg wurden zahlreiche namhafte Kunstwerke dort aufbewahrt, welche bei einem Feldzug im Jahre 1806 von Napoleon geraubt wurden. Heutzutage können diese Werke im Louvre in Paris bestaunt werden. Nach diesem Raubzug wurden zahlreiche Kunstwerke sowie die namhafte Bibliothek ausgegliedert.

Riesige Parkanlage von 250.000 m²



Besonders eindrucksvoll gestalten sich die 84 Säulen, die den gewaltigen Innenhof des Klosters umgeben. Das Kloster liegt inmitten einer herrlichen, ummauerten 250.000 m2 Parkanlage. Allein der Kreuzgang verfügt über 12.000 m2 und zählt zu den größten weltweit. Den Namen verdankt die Klosteranlage dem heiligen Laurentius von Padua. Im Jahre 1998 wurden sowohl die Kartause von Padula, der Cilento Nationalpark und Paestum von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Baubeginn des Klosters war im Jahre 1306. Graf Tommaso Sanseverino von Marsico gab den Bau in Auftrag. Im Jahre 1374 wurden die Bauarbeiten der Klosterkirche beendet. Der Baustil des Klosters hat überwiegend barocke Elemente. Im Jahre 1182 wurde die Klosteranlage als nationales Baudenkmal benannt und im Jahre 1960 wurde die Anlage erstmalig saniert und restauriert.