Nationalparks - Pollino



Der Pollino Nationalpark ist der grösste Nationalpark Italiens. Und hat eine Gesamtfläche von 192.565 Hektar. Er erstreckt sich über die Regionen Basilikata und Kalibrien. Er gehört zudem zu den Provinzen Potenza, Matera und Cosenza. 56 Gemeinden befinden sich in diesem Gebiet. Der Pollino Nationalpark zählt ausserdem zu einem der grössten Naturschutzgebieten Europas.

Die Landschaft ist vielseitig. Die höchsten Berge des Parks sind der Monte Pollino mit 2248 m, der Serra del Prete mit 2181 m, oder der Serra Dolcedorme mit 2267 m. Zahlreiche Flüsse finden ihren Weg durch diesen Park. Der Torrente Raganello mit 32 km, der Torrente Peschiera mit 17 km oder der Fiume Lao mit 64 km. Sie schlengeln sich durch den gesamten Nationalpark, wobei Klippen oder Wasserfälle keine Hindernisse darstellen. Über den gesamten Park dehnen sich riesige Wälder aus, heimisch sind hier vor allem Buchen, Tannen und Föhren. Auch seltene Vogelarten finden hier ihr zuhause. So konnten in den Felswänden der Cayons noch Königsadler gesichtet werden, eine vom Aussterben bedrohte Vogelart.

Ansonsten sind andere Vogelarten, wie Geier oder Uhus, aber auch Berghühner und Spechte keine Seltenheit. In den Wäldern sind Wildschweine und sogar noch der Appeninwolf vertreten. Im Juli 2007 wurde ein grosser Teil des Pollino Nationalparks durch Brandstiftung zerstört. Betroffen sind etwa 2000 Hektar, in denen zumeist Pinien dem Brand zum Opfer fielen. Es wird sicherlich Jahre dauern, bis der Urzustand dieses betroffenen Gebietes wieder hergestellt ist.