Nationalparks - Majella



Bei dem Majella Nationalpark handelt es sich um einen Nationalpark, welcher sich in den Abruzzen im mittleren Italien in den Provinzen Chieti, L’Aquila und Pescara gelegen ist. Der Park existiert seit 1991 und ist über eine Fläche von ca. 74.095 Hektar ausgelegt. Das Gelände des Nationalpark Majella ist zum größten Teil bergig. Mehr als die Hälfte des Parks liegen über 2.000 Metern.

Der Nationalpark Majella überzeugt nicht nur durch seine einzigartige Flora und Fauna. In den unterschiedlichen Höhenlagen sind mehr als 2.000 unterschiedliche Pflanzen verzeichnet. Der Park besticht auch durch seine wilden Schluchten, Pfade, Hochplateaus, sowie Kapellen und Abteien. In der reichhaltigen Pflanzenwelt gehört die Akelei der Majella zu den Besonderheiten.

Vom geologischen Gesichtspunkt aus gesehen ist das Majella Massiv einzigartig in den Apenninen. Das Kalksandgestein ist vor mehr als Millionen von Jahren aus dem tropischen Meer entstanden, was deutlich an den zahlreichen Fossilienfunden und seiner Gebirgsform zu erkennen ist.

Mit fast 40% ist der Nationalpark Majella von Wäldern bedeckt. Die Wälder sind von besonderer ökologischer Bedeutung. Die Wälder des Parks bestehen vornehmlich aus Laubmischwäldern aus Eiche und Hainbuche. In den Tieflagen bis 1.000 Meter herrschen Buchenwälder vor.

Durch den Schutz der Wälder finden in dem Nationalpark viele Wildtiere wie verschiedene Wolfarten, Wildkatzen, Marder, Falken und Bussarde und insbesondere der seltene Braunbär einen Lebensraum.

Das Klima des Nationalparks ist durch das typische Höhenklima, mit starken Schneefällen in den hohen Berglagen, gekennzeichnet. In den tieferen Lagen sind die Sommermonate luftig und die Wintermonate regnerisch. Durch die Nähe zur Adria sind die Herbstmonate recht mild.

Auf die Gesamtfläche des Majella Nationalparks befinden sich über 100 Höhlen. Einige von Ihnen sind für die Öffentlichkeit zur Besichtigung freigegeben, wie beispielsweise die Schwarze Höhle.

Der Park eignet sich mit seiner einzigartigen Gebirgswelt bestens für Wanderungen und um Kultur zu entdecken. Wandern Sie zum Beispiel auf dem Eremiten Wanderpfad und entdecken die Behausungen früherer Einsiedler. Das Gebiet der Majella hat schon von jeher zahlreiche Einsiedler angezogen. Die Majella, das sogenannte Muttergebirge der Abruzzen wird aus diesem Grunde auch von manch einem Berg Christi genannt.
Wer dem Nationalpark Majella einen Besuch abstatten möchte, finden in den Ortschaften Pescocostanzo und Guardiagrele sowie Sulmona einen Zugang.