Das Mittelalter in Italien



Im Jahre 2005 wurde Joseph Ratzinger zum Oberhaupt der katholischen Kirche gewählt. Jetzt deutet er an, zum Monatsende zurückzutreten. Der Papst Benedikt XVI. äußerte sich vor Journalisten in Rom: "Nachdem ich wiederholt mein Gewissen vor Gott geprüft habe, bin ich zur Gewissheit gelangt, dass meine Kräfte infolge des vorgerückten Alters nicht mehr geeignet sind, um in angemessener Weise den Petrusdienst auszuüben."
Lange Zeit haben deutsche Herrscher Italiens das Mittelalter geprägt. Der deutsche Kaiser Friedrich II. verbrachte einen großen Teil seines Lebens in Italien. Die Menschen wussten im Mittelalter, die Vorzüge Italiens zu schätzen.

Die Burgen als Zeichen der Macht



Der Begriff des Mittelalters charakterisiert die Epoche zwischen dem Ende der Antike und dem Beginn der Neuzeit. Er umfasst etwa das 6. bis 15. Jahrhundert. Im Mittelalter durchdrang der Glauben jeden Aspekt einer Existenz. Markant sind Einrichtungen, wie Klöster und Kathedralen mit Altären. Der Papst regierte die christliche Gesellschaft. Er wurde mit heiligem Öl gesalbt. Die vielen Burgen sind weitere Symbole, die im Mittelalter häufig vertreten sind. Diese befestigten Mauern wurden eine vertraute Präsenz in der Landschaft. Die Verbreitung von Festungen war ein Ergebnis der Stärkung der Macht. Es wurde eine Verteidigung des Volkes angestrebt. Die Burgherren konnten Befehlsvorrechte, Justiz und Besteuerung in ihren Händen konzentrieren. Alle sozialen Beziehungen im ländlichen Raum waren davon betroffen.

Italien Geschichte Mittelalter
Venedig war eine der größten Handelsstädte Europas

Der aufstrebende Handel in den Städten



Zwischen dem 10. und 14. Jahrhundert gab es eine starke Ausdehnung der Städte, wie Rom und Florenz. Eine hohe Zuwanderung erforderte Sicherheit auf den Straßen und auf den Meeren. Die Bevölkerung nahm zu. Die landwirtschaftliche Produktion wuchs und Regionen tauschten die überschüssigen Produkte aus. Der Handel gewann in den Städten an Bedeutung. Während der Kreuzzüge ziehen zahlreiche Heere in die Gebiete des Nahen Ostens, um heilige Stätten der Christen von der islamischen Bedrohung zu befreien. Im Laufe der Kreuzzüge entwickelte sich ein Fernhandel. Italienische Stadtstaaten, wie die Republik Venedig zogen daraus einigen Nutzen.