Flüsse - Tiber



Der Tiber ist nach den Flüssen Po und Etsch der drittlängste Fluss in Italien und entspringt in den Apenninen am Berg Monte Fumaiolo. Der Monte Fumaiolo hat eine Höhe von 1.407 Meter, die Quelle des Tiber ist in 1.348 Meter Höhe nahe des Ortes Balze in der Gemeinde von Verghereto. Diese Gemeinde liegt in der Region Emilia-Romagna. In der Ortschaft ist eine Gedenkschrift angebracht mit der Aufschrift: „Hier entspringt der Tiber, heiliger Ursprung Roms“. Der Tiber fließt auch durch die Hauptstadt von Italien Rom. Die Länge des Flusses beträgt 405 Meter. Seine Mündung fließt in das Tyrrhenische Meer in westlicher Richtung von Rom. Insgesamt acht Brücken überqueren den Tiber: Ponte dei Quattro Capi, Pons Aemilius, Ponte Cestio, Ponte del Risorgimento, Milvische Brücke, Engelsbrücke, Ponte Sisto, Pons Sublicius und die Tiberinsel ist die einzige Brücke in dem Fluss.

Seinen Namen verdankt der Tiber wohlmöglich dem König Tiberinus von Alba Longa, der in diesem Fluss ertrunken sein soll. Aber auch in der römischen Geschichte hat der Tiber ebenfalls eine entscheidende Rolle gespielt. Einer Sage nach soll das Zwillingspaar Romulus und Remus in einem Weidenkorb auf dem Tiber ausgesetzt worden sein, welcher dann in der Gegend des heutigen Roms an Land getrieben ist. Im Jahre 753 v. Chr. soll Romulus die Stadt Rom gegründet haben.

Tiber Fluss in Italien
Der Tiber fliesst in die Region Toskana und ist der drittlängste Fluss in Italien


Rom war in der damaligen Zeit aufgrund der Lage am Tiber besonders attraktiv und diente als Verbindung für die nördlich gelegenen Provinzen als auch die südlichen Provinzen. Außerdem führte die Salzstraße vorbei, die dazu diente, das damals sehr begehrte Salz von den Salzbuchten an der Mündung des Tibers in die Landesmitte zu befördern.

In der Vergangenheit hat es immer wieder zu schweren Überschwemmungen in Rom durch den Tiber geführt. Aus diesem Grund wurde der Fluss ab dem Jahr 1876 in einen Kanal eingebettet. Im Dezember des Jahres 2008 führte es durch extreme Regenfälle noch zu extrem starken Überschwemmungen in den nördlichen Randgebieten von Rom. Der Tiber erreichte seit 40 Jahren sein höchstes Niveau, sodass der Notstand ausgerufen werden musste.