Religion in Italien



Zur Geschichte der Religion in Italien



Der Katholizismus ist in Italien die Religion, der hier die größte Bedeutung zukommt. Er findet seinen Ursprung schon zu Lebzeiten von Jesus Christus. In vielen italienischen Städten zeugen nicht nur zahlreiche monumentale Bauwerke von der langen und wechselvollen Geschichte der katholischen Kirche. In der italienischen Hauptstadt Rom führt der Weg den Gläubigen nach Vatikanstadt. Die Sixtinische Kapelle, die prunkvollen Loggien oder das Standbild des heiligen Petrus, um nur einige Kunstwerke zu nennen, versinnbildlichen den Glauben durch die Jahrhunderte. Aber auch das exemplarische Wirken vieler Heiliger eignet sich hervorragend für eine Spurensuche christlichen Wirkens. Als Beispiel kann hier das exemplarische Leben des Franz von Assisi dienen, der als Gründer des Franziskaner-Ordens nicht nur von den Gläubigen in Italien verehrt wird. In den Orden der katholischen Kirche leben die Nonnen und Mönche heute nach den gleichen Regeln wie vor Hunderten von Jahren. Bei allen Veränderungen wie Abspaltungen durch die Reformation, die die katholische Kirche durchgelebt hat, prägt sie in Italien damals wie heute das kirchliche Leben.

Italiens Religion
Der katholische, der orthodoxe und der protestantische Glaube sind die drei häufigsten Glaubensarten in Italien

Religion in Italien heute



Neben der römisch-katholischen Kirche kommen andere Religionsgmeinschaften in Italien nur geringe Bedeutung zu. Obwohl hier wie in allen übrigen Ländern der Europäischen Union viele Zuwanderer leben, spielen beispielweise der Islam oder der Buddismus nur untergeordnete Rollen. Aber trotz ihrer Dominanz, fester Strukturen und großer Präsenz durch Würdenträger, Kardinäle und Priester kämpft auch die katholische Kirche in Italien mit den Veränderungen einer modernen Gesellschaft. Ehelosigkeit von Priestern, die Unfehlbarkeit des Paptes oder die Rolle der Kirche während des Zweiten Weltkriegs sind Themen, die von den Menschen diskutiert werden. Nichtdestrotz gehören achtzig Prozent der italienische Bevölkerung der römisch-katholischen Kirche an oder identifizieren sich mit ihr. Sie wird daher auch zukünftig die zentrale Rolle in Italien spielen.