Die politische Entwicklung in Italien



Kurze Inhalte der politischen Geschichte Italiens



Italien verfügt seit 1861 über ein politisches System. Damals wurde Victor Emanuell II. zum König ernannt. Durch diesen Umstand herrschte in Italien von 1861 - 1946 eine besondere Form der Monarchie, die durch die damals geltende Verfassung und den regierenden König gestützt wurde. Von 1946 bis heute wurde und wird Italien als parlamentarische Republik regiert. Die Monarchie wurde am Ende des 2. Weltkrieges durch eine ominöse Flucht des Königs niedergelegt.

Wie ist der Staat Italiens politisch aufgebaut?



In Italien gibt es keinen König, sondern ein Staatsoberhaupt, welches gewählt werden muss. Dieses Oberhaupt nennt sich offiziell "Staatspräsident". Momentan bekleidet Giorgio Napolitano diesen Posten. Seine Hauptaufgabe liegt in der Repräsentation Italiens, er vertritt sein Land nach außen und ist für völkerrechtliche Belange zuständig. Der Staatspräsident steht in Italien an erster Stelle, wird aber durch vier weitere politische Posten der ersten Kategorie unterstützt. Hierbei handelt es sich um den Präsidenten des Senates, den Präsidenten der Abgeordnetenkammer sowie den Ministerpräsidenten, der momentan Mario Monti heißt. In Italien gibt es in der Politik eine protokollarische Rangordnung, die in sieben Kategorien unterteilt ist und so die Wichtigkeit eines Postens unterstreicht. Außerdem bilden der Senat und die Abgeordnetenkammer zusammen das italienische Parlament.

Italien Politik
Seit 1861 verfügt Italien über ein politisches System

Was macht ein Parlament?

Der Senato della Repubblica (Deutsch: Senat) umfasst aktuell 315 Senatoren, die auf nationaler und auf regionaler Ebene für 5 Jahre gewählt werden. Die Abgeordnetenkammer beherbergt ca. 630 Abgeordnete. In gemeinsamen Sitzungen des Parlaments (dieser beiden Kammern) werden beispielsweise Gesetze erlassen, da die staatliche Gesetzgebung in Italien dem Parlament obliegt. Außerdem werden der Präsident der Republik sowie Verfassungs- und Laienrichter gewählt.

Zum besseren Verständnis: Im Großen und Ganzen kann man ein Parlament sowie dessen Aufgaben und Funktionen mit dem Deutschen Bundestag vergleichen.